Forumssitzung zum „Erinnerungsort Olympia-Attentat 1972 in Fürstenfeldbruck“: Einblicke in zukünftigen digitalen Erinnerungsort

Der Landkreis Fürstenfeldbruck leistet seit mehr als 20 Jahren kontinuierliche Erinnerungsarbeit an das Attentat während der Olympischen Spiele von 1972. Er hat das projektbegleitende Forum nunmehr zur 5. Sitzung am 11.10.2021 eingeladen. Anlass war die Präsentation eines Prototyps der Website als erster Bestandteil des digitalen Erinnerungsortes.

Das Forum für die Erinnerungsarbeit an das Olympia-Attentat 1972 in Fürstenfeldbruck wurde 2013 vom Ausschuss für Kultur, Freizeit und Sport ins Leben gerufen und begleitet seit dieser Zeit die Erinnerungsarbeit des Landkreises an das Ereignis. Dem Forum gehören an: der Landrat des Landkreises Fürstenfeldbruck als Vorsitzender, je ein Vertreter der Fraktionen des Kreistages, die Stadt Fürstenfeldbruck, die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern, das Generalkonsulat des Staates Israel in München, der Freistaat Bayern sowie Vertreter der Landkreisverwaltung.

Die Projektleiterin Silke Seiz erläuterte dem Gremium die Projektschritte, die seit der letzten Sitzung von 2019 bis heute stattgefunden haben und stellte gemeinsam mit den Historikern Anna Greithanner und Robert Wolff Auszüge des geplanten digitalen Erinnerungsorts vor. Sowohl die Konzeption als auch die Finanzierung für den digitalen Erinnerungsort wurden den Mitgliedern des Ausschusses für Kultur, Freizeit und Sport bereits in Ausschussitzungen im Herbst 2020 und Frühjahr 2021 vorgestellt und mehrheitlich genehmigt.

Die Mitglieder des Forums nutzten die Möglichkeit, die vorgestellte Version zu diskutieren und Vorschläge einzubringen. Die interaktive Website wird 2022 ergänzt durch eine App sowie eine begleitende Social Media-Strategie. Geplant ist, den digitalen Erinnerungsort im Rahmen der Gedenkveranstaltung im September 2022 vorzustellen. Langfristig kann der digitale Erinnerungsort ab dem Zeitpunkt der Nachnutzung des Fliegerhorst-Geländes in den authentischen Erinnerungsort integriert werden.

Landrat Thomas Karmasin, der die Erinnerungsarbeit von Anfang an mit großem Engagement und persönlichem Einsatz betreibt, ist erfreut, dem Forum erste Ergebnisse des digitalen Erinner-ungsortes vorstellen zu können: „Ich selbst war sehr beeindruckt, als ich den Entwurf und die kreativen Umsetzungen zum ersten Mal gesehen habe. Der Landkreis Fürstenfeldbruck setzt mit der Entstehung dieses digitalen Erinnerungsortes einen weiteren Meilenstein seiner Gedenkarbeit und schafft ein Produkt, das weit über den Landkreis hinaus Aufmerksamkeit finden wird.“